Gesamtstrategie

Die Ergebnisse internationaler Schulleistungsstudien (wie z.B. PIRLS/IGLU, TIMSS, PISA) haben einen Perspektivwechsel in der deutschen Bildungspolitik nach sich gezogen, so dass die Fragen nach einheitlichen Maßstäben in der Bildungsqualität und einem verbindlichen Bezugsrahmen für eine kontinuierliche Beobachtung des Bildungssystems ins Zentrum gerückt sind.Daher hat die Kultusministerkonferenz der Länder seit 1997 die Qualitätssicherung im deutschen Schulwesen zu ihrem zentralen Thema gemacht:

Zu der Zielsetzung gehören:

  • Die konsequente Teilnahme an internationalen und nationalen Schulleistungsstudien
    Alle Bundesländer nehmen an den folgenden internationalen Schulleistungsstudien teil: TIMSS prüft Kenntnisse in Mathematik und Naturwissenschaften in der vierten Klassenstufe (alle 4 Jahre), PISA testet mathematische, naturwissenschaftliche und Lesekompetenz bei 15 Jährigen (im 3-Jahresrhythmus), PIRLS/IGLU gibt Aufschluss über die Lesekompetenz in der vierten Klassenstufe (alle 5 Jahre).
  • Die Entwicklung nationaler Bildungsstandards
    Seit dem Jahr 2004 stehen für den Abschluss im Primarbereich (Ende Klasse 4), den Hauptschulabschluss (Ende Klasse 9) und den mittleren Abschluss (Ende Klasse 10) in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch oder Französisch (erste Fremdsprache), Biologie, Chemie und Physik nationale Bildungsstandards als bundesweit geltende, abschlussbezogene Regelstandards (externer Referenzrahmen) zur Verfügung.
  • Das Erreichen dieser Standards
    Zur landesweiten und länderübergreifenden Überprüfung des Erreichens dieser Bildungsstandards ist im Juni 2004 das „Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen" (IQB) in Berlin gegründet worden. Von dort aus werden alle fünf bzw. sechs Jahre Ländervergleiche in den Klassenstufen 3, 6 und 9 (ein Jahr vor dem jeweiligen Bildungsabschluss) in Anlehnung an die internationalen Studien durchgeführt.

    Weiterhin finden - in Ankoppelung an die Bildungsstandards - sog. Lernstandserhebungen statt, um den Lehrkräften eine direkte Rückmeldung über die bisher erreichten grundlegenden Kompetenzen ihrer Schülerinnen und Schüler in ausgewählten Bereichen zu geben. Für die Durchführung der Lernstandserhebungen in Hamburg ist das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung zuständig.
  • Eine gemeinsame Bildungsberichterstattung von Bund und Ländern
    Die Öffentlichkeit wird alle zwei Jahre über die Rahmenbedingungen und Ergebnisse der Bildungsprozesse in einem nationalen Bildungsbericht informiert. Dieser Bericht „Bildung in Deutschland", ist erstmals 2006 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung herausgegeben worden. Zusätzlich veröffentlichen die einzelnen Länder in unterschiedlichen Abständen landesspezifische Bildungsberichte. Der vom Land Hamburg jährlich verfasste Landesbildungsbericht erschien erstmals 2008.
 
 
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