Hintergrundinformationen

Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat sich bereits mit dem Konstanzer Beschluss von 1997 darauf verständigt, dass deutsche Schulen regelmäßig an ausgewählten wissenschaftlich fundierten internationalen Leistungsvergleichen teilnehmen, um zuverlässige Rückmeldungen über Stärken und Schwächen der Schülerinnen und Schüler in zentralen Kompetenzbereichen zu erhalten.

Zur Sicherung der Qualität im deutschen Bildungssystem, zur Vergleichbarkeit schulischer Abschlüsse und für eine größere Durchlässigkeit des Bildungssystems bedarf es eines gemeinsamen Bezugsrahmens.

Im Auftrag der KMK und in Kooperation mit den Ländern wurde dieser durch abschlussbezogene Bildungsstandards geschaffen, die in allen Bundesländern bereits als verbindlich gelten. Diese nationalen Bildungsstandards der KMK sind als Regelstandards formuliert und beschreiben Leistungserwartungen in Form fachlicher Kompetenzanforderungen. Über diese sollten Schülerinnen und Schüler bis zum Ende der Primarstufe und am Ende der 9. und 10. Jahrgangsstufe in der Regel verfügen.

Bundesweit geltende Bildungsstandards gibt es derzeit

  • für den Mittleren Schulabschluss (Klasse 10) in den Fächern Deutsch, Mathematik, erste Fremdsprache (Englisch/ Französisch), Biologie, Chemie, Physik
  • für den Hauptschulabschluss (Klasse 9) in Deutsch, Mathematik, erste Fremdsprache (Englisch/Französisch)
  • für den Primarbereich in Deutsch und Mathematik

Damit eröffnet sich die Möglichkeit, die Qualitätsentwicklung in den Ländern Deutschlands an einem gemeinsamen Maßstab auszurichten. Ergänzend zu den nationalen Bildungsstandards sind in den Hamburger Rahmenplänen für die Grundschule, die Stadtteilschule und das Gymnasium Bildungsstandards definiert.

Mit dieser Rahmensetzung vollzieht sich eine fundamentale Umsteuerung des Bildungssystems. Die bisherige Inputsteuerung mit differenzierten Lehrplanvorgaben wird schrittweise durch eine Outputsteuerung mittels Bildungsstandards und damit verbindlich zu erreichenden Bildungszielen abgelöst.

Sie überlässt den Schulen einerseits eine größere Eigenverantwortung bei der Ausgestaltung schulischer Lernprozesse, fordert jedoch andererseits auch die Rechenschaftslegung darüber, inwieweit die Schülerinnen und Schüler die Kompetenzen im gewählten Bildungsgang tatsächlich erworben haben.

Das Erreichen der Bildungsstandards ist mit Hilfe empirisch fundierter Instrumente überprüfbar und erfolgt auf Ebene der Länder durch eine repräsentativen Stichprobe des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen in Berlin (IQB). Auf dem Weg dorthin können die Schulen mit Hilfe der Lernstandserhebungen eine frühzeitige und abgesicherte Bestandsaufnahme vornehmen: Bezogen auf die Bildungsstandards erfahren sie damit den Leistungsstand ihrer Lerngruppe in den Jahrgangsstufen 3 und 8.

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Quelle: http://www.kmk.org/bildung-schule/qualitaetssicherung-in-schulen.html

 
 
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